Wie kannst du mit Bewegung dein Gehirn auf Hochtouren bringen?
Dass regelmäßige Bewegung gut für die Gesundheit ist, wissen wir. Doch wusstest du, dass sie auch dein Gehirn nachhaltig fitter macht? Besonders wenn du dich nicht nur moderat, sondern auch intensiv bewegst, kannst du deine kognitive Leistungsfähigkeit erheblich steigern. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bestimmte Botenstoffe in deinen Muskeln freigesetzt werden, die dein Gehirn positiv beeinflussen und sogar vor neurodegenerativen Erkrankungen schützen können.
Warum ist intensive Bewegung so gut für dein Gehirn?
Neueste Studien zeigen, dass körperliche Aktivität eine zentrale Rolle für die Ausschüttung sogenannter Myokine spielt. Diese Muskelproteine, darunter der Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) und Irisin, fördern die Neuroplastizität und verbessern kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Lernfähigkeit.
Forscher haben herausgefunden, dass besonders intensive Bewegung die Produktion dieser Neuroprotektoren verstärkt. Während auch sanfte Bewegung positive Effekte hat, sind es die häufigen Muskelkontraktionen, der gesteigerte Stoffwechsel und der erhöhte Sauerstoffbedarf bei intensiven Workouts, die dein Gehirn besonders profitieren lassen.
Welche Art von Bewegung bringt dein Gehirn auf Touren?
In einer aktuellen Studie wurden verschiedene Bewegungsformen verglichen:
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Leichte Bewegung (z. B. Stretching und Balanceübungen)
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Mittlere Intensität (z. B. schnelles Gehen)
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Hohe Intensität (z. B. Sprints oder hochintensive Intervalltrainings)
Nach sechs Monaten zeigte sich, dass nur die Gruppe mit hochintensivem Training messbare Veränderungen im Hippocampus aufwies – dem Bereich des Gehirns, der für Lernen und Gedächtnis zuständig ist. Beeindruckend: Diese positiven Effekte hielten sogar fünf Jahre nach dem Training an!
Wie kannst du hochintensive Bewegung in deinen Alltag integrieren?
Keine Sorge, du musst nicht zum Profisportler werden. Schon zwei- bis dreimal pro Woche gezielt intensive Einheiten einzubauen, kann einen großen Unterschied machen. Das kann zum Beispiel sein:
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Intervallläufe oder kurze Sprints beim Joggen
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HIIT-Workouts mit Sprungübungen oder Burpees
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Intensives Radfahren mit Tempowechseln
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Kraftübungen in zügiger Abfolge
Wichtig ist, dass du dich dabei in einen Bereich von 75 bis 85 Prozent deiner maximalen Leistungsfähigkeit bewegst.
Fazit: Bewegung ist Brainfood
Jede Form der Bewegung ist besser als keine, aber wenn du dein Gehirn wirklich auf Hochtouren bringen willst, lohnt es sich, auch intensive Workouts in deinen Alltag einzubauen. Wissenschaftlich belegt ist: Dein Gehirn wird es dir danken – mit besserer Erinnerung, schnellerem Denken und langfristigem Schutz vor kognitivem Abbau.
Quellen:
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Clark, B. C., et al. (2023). "Effects of High-Intensity Exercise on Brain-Derived Neurotrophic Factor and Cognitive Function."
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Liu-Ambrose, T., et al. (2021). "Exercise and the Aging Brain: Impact on Hippocampal Structure and Function."
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Pedersen, B. K. (2019). "Muscles and Their Myokines: Emerging Evidence for a Neuroprotective Role."
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van Praag, H. (2020). "Neurogenesis and Brain Plasticity: The Role of Exercise."
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